Pritzker-Preis für Smiljan Radić Clark, ein Architekt mit Spuren im Bregenzerwald
Der chilenische Architekt Smiljan Radić Clark ist mit dem Pritzker-Preis ausgezeichnet worden, der als bedeutendste internationale Auszeichnung für Architektur gilt. Radić, 1968 in Santiago de Chile geboren, gehört zur ersten Generation chilenischer Architekten, die international Aufmerksamkeit erlangt hat. Seine Arbeiten zeichnen sich durch eine besondere Verbindung von poetischer Bildkraft, intellektueller Sorgfalt und der sensiblen Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Ort aus.
Auch in Vorarlberg hat Smiljan Radić Clark Spuren hinterlassen. Im Rahmen des international beachteten Kulturprojekts BUS:STOP Krumbach realisierte er, unterstützt von Bernardo Bader Architekten, 2014 eine von sieben außergewöhnlichen Haltestellen im Bregenzerwald. Der Verein „kultur krumbach“ hat internationale Architekt:innen eingeladen, Bushaltestellen neu zu denken und gemeinsam mit regionalen Partnerarchitekt:innen und lokalen Handwerksbetrieben umzusetzen.
Radićs Beitrag interpretiert die traditionelle Bregenzerwälder Stube in zeitgenössischer Form. Ein transparenter Pavillon aus Glas greift mit einer Kassettendecke und einfachen Holzsesseln Elemente regionaler Wohnkultur auf und überträgt deren Atmosphäre in den öffentlichen Raum einer Bushaltestelle.
Dass mit Smiljan Radić Clark nun ein Architekt mit dem Pritzker-Preis ausgezeichnet wird, der sich im Rahmen des Projektes so nahbar und freudvoll im Bregenzerwald engagiert hat, wird in Vorarlberg mit besonderer Freude wahrgenommen. Das Projekt BUS:STOP Krumbach zeigt bis heute, wie internationale Architektur und regionale Baukultur erfolgreich zusammenfinden können.
Mehr zum Projekt BUS:STOP Krumbach finden Sie auf der Seite der Gemeinde Krumbach.
