lewerentz. divine darkness
Ein Film von Sven Blume über den schwedischen Architekten Sigurd Lewerentz
filmveranstaltungsort
Cinematograph, Museumstr. 31, 6020 Innsbruck
Der Architekt Sigurd Lewerentz (1885 – 1975) zählt zu den prägenden Vertretern der schwedischen Architektur des 20. Jahrhunderts. Keinem Stil verpflichtet realisierte er mit akribischer Präzision und großer handwerklicher Sensibilität ein außergewöhnliches Werk, in dem Friedhofs- und Kirchenbauten wie der Waldfriedhof in Stockholm (heute UNESCO-Weltkulturerbe), der Friedhof in Malmö oder die Backsteinkirchen St. Markus und St. Peter eine zentrale Rolle einnehmen. Dennoch gilt er als einer der großen, von Geheimnissen umwobenen Unbekannten der skandinavischen Moderne.
Dem Regisseur Sven Blume gelingt ein Blick hinter diesen Schleier. Ausgehend von bislang unbekannten Film- und Tonaufnahmen, die ein Mitarbeiter und Freund in den letzten Lebensjahren von Sigurd Lewerentz aufgezeichnet hat, nähert sich der Dokumentarfilm dem schwer greifbaren Protagonisten und zeichnet dessen Entwicklung vom Neoklassizismus über den Funktionalismus bis zu den späten Backsteinkirchen nach. Ergänzt durch historisches Filmmaterial sowie Gespräche mit Angehörigen, Freund:innen und Kolleg:innen entsteht mit „Lewerentz. Divine Darkness“ das vielschichtige Porträt einer außergewöhnlichen Architektenpersönlichkeit.
sigurd lewerentz (1885 – 1975)
geb. 1885 in Sandö; Architekturstudium in Göteborg; 1907 – 09 Mitarbeiter bei Bruno Möhring (Berlin) sowie bei Theodor Fischer und Richard Riemerschmid (München); ab 1911 eigenes Büro in Stockholm; gestorben 1975 in Lund
bauten (Auswahl)
1911 – 40 Waldfriedhof, Stockholm (mit Gunnar Asplund); 1912 Bootshaus, Djurgården, Stockholm; 1916 – 69 Ostfriedhof, Malmö; 1925 Auferstehungskapelle, Waldfriedhof, Stockholm; 1932 Nationale Versicherungsanstalt, Stockholm; 1937 Villa Edstrand, Falsterbo; 1943 Zwillingskapellen, Ostfriedhof, Malmö; 1944 Opernhaus, Malmö; 1960 Kirche St. Markus, Björkhagen, Stockholm; 1966 Kirche St. Petrus, Klippan

